Teilprojekt B

slc_15b

Deutungen von Architektur in filmischen und installativen Räumen

Das Projekt konzentriert sich auf Aspekte der Wechselwirkung zwischen installativer Architektur, architektonischer und filmischer Rahmung in der zeitgenössischen Installation. Als konstitutiv für die Bezüge der installativen Kunstkonzepte zu den filmischen Raumeffekten erweisen sich das Motiv und die Materialität der Architektur, welche sich in vielfältigen semantischen Überschneidungen der rahmenden Einbauten des Ausstellungsraumes mit den filminternen Kulissenbauten als ein genuines und zentrales Bezugsfeld sowohl kinematographischer Installationen als auch szenischer Fotografie darstellt. Grundsätzlich setzt die Analyse derart transdisziplinärer und konstellativer Bezugsfelder einen erweiterten Architekturbegriff voraus. Dieser wird den provisorischen Charakter der Rahmenkonstruktionen als konstitutiv für die ästhetische Gestaltung der Fiktions- und Realräume im Film, in Installationen sowie in den für das Foto rekonstruierten Räumen und Architekturmodellen berücksichtigen. Architektur tritt in den Kunstinstallationen und Fotografien als ein zentrales Dispositiv der filmischen Raumkonzeptionen in diversen, einander oftmals in den einzelnen Werkbeispielen überlagernden semantischen Referenzen in Erscheinung. Die medialen und materiellen Aspekte architektonischer Raumbildung in Installationen und Fotografien rekurrieren zum einen auf die Kinoarchitektur als klassischen Raum der Filmrezeption und die hierin verankerten Hierarchien und historischen Kontinuitäten. Zum anderen zitieren die Video/Filmsequenzen die provisorischen Kulissenarchitekturen filmischer Fiktionsräume in ihren Bildräumen ebenso wie in Form referentieller Einbauten, deren hybride Raumgestaltungen nicht erschöpfend über die Kategorien der Black Box und des White Cube behandelt werden können.