Das DFG-geförderte Forschungsprojekt untersucht in drei Teilbereichen künstlerische Aneigungspraktiken filmischer Raumkonstruktionen, die in Form von Installationen und inszenierten Fotografien ein zentrales Themenfeld der Kunst seit den 1970er-Jahren bilden. Es widmet sich dabei den historischen Voraussetzungen und der Theorie filmischer Raumkonzepte in der Gegenwartskunst. In exemplarischen Fallstudien untersucht es zum einen die kinematographischen Darstellungsmodi bewegter Projektionsbilder mit ihren semantischen Bezügen zum (architektonischen) Prasentationsraum in der Installationskunst; zum anderen beleuchtet es unter dem Aspekt der Entgrenzung und Hybridisierung postmoderner (Bild-)Raumkonstruktionen die genealogischen Beziehungen der installativen künstlerischen Praxen zu den Bildraummontagen der inszenierten Fotografie.
Geplant sind die Publikation "Kinematographische Raume" (hrsg. v. Ursula Frohne und Lilian Haberer, Mitte 2010) sowie eine Monographie zur historischen Verankerung und Theorie der Meta-Reflexivitat filmischer Raume in der kinematographischen Installation und inszenierten Fotografie (hrsg. v. Ursula Frohne, Lilian Haberer und Annette Urban).